„KRYONIUM“ von Matthias A. K. Zimmermann

Klappentext:

Gefangen an einem unbekannten Ort, schmiedet der Erzähler heimlich Fluchtpläne. Die Tatsache, ohne Erinnerungen zu sein, erschwert das Vorhaben. Doch der Drang, endlich auszubrechen aus diesem furchteinflößenden, schneeverwobenen Schloss, lässt ihn jedes Risiko eingehen. Und so gerät der Erzähler immer tiefer hinein in einen wirren Strudel aus rätselhaften Begegnungen und magischer Paranoia, die er spielerisch zu entschlüsseln hofft, was ihn letztlich zum Ursprung seiner Erinnerungen führt.

Der All-Age-Roman ist ein technoides Märchen, das sich mit Virtualität auseinandersetzt und die Frage aufwirft, was Erinnerungen sind und was sie bedeuten. Nichts ist so, wie es scheint in der Geschichte und die Frage, was Realität ist, muss immer wieder neu überdacht werden.

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Meinung: 

Ich muss gestehen, dass dies wirklich ein sehr spezielles Buch ist. Auf der einen Seite konnte ich mich absolut fallen lassen, während ich mich auf der nächsten Seite verlor. Das waren vermutlich die längsten 324 Seiten meines Lebens. Doch wie so oft, beginnt eine Reise am Anfang. 

Sehr gut gefiel mir die Aufmachung, dass der Erzähler neutral war. Man konnte ihm oder ihr ein eigenes Gesicht verpassen. Das Einzige was es schon zur Charaktere gab, war eine Geschichte. Eine sich fortwährend ändernde Geschichte. Denn was ist wahr? Was eine Erinnerung? Und was gaukelt das Hirn einem vor? Die Frage nach der eigenen Identität, die geklärt werden will. So macht man sich gemeinsam mit dem Erzähler auf die Suche nach Antworten. Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Der erste gibt mitunter Aufschlüsse darüber, was im zweiten passieren kann und lässt Raum für Spekulationen. Der zweite war für mich stellenweise sehr intensiv, weil ich mich gut in den Erzähler hineinversetzten konnte, wenngleich die Geschichte durch diese Wendung auch etwas träge wurde, da sich vieles wiederholt und man oftmals auf der Stelle tritt. Konnte man im ersten Teil noch dem Märchen frönen, so wurde man in diesem mit der mutmaßlichen Realität konfrontiert. Ich weiß gar nicht wie ich es plausibel umschreiben soll. 

Aus meiner Sicht ist es auf jeden Fall ein sehr eigenes Buch. Zum einen vorhersehbar, so dass fast Langeweile aufkommen könnte. Dann wieder überraschend und anders als erwartet. Die Dialoge habe ich ich teilweise sehr gefeiert, zumindest in den märchenhaften Episoden. Das Ende selbst ist sehr genial und irgendwie tiefgreifend. Sehr enttäuscht hat mich, dass der Erzähler irgendwann ein Gesicht bekam. Sicher ist dies so sinnvoll, aber dennoch hat es dem Buch ein wenig den Zauber genommen. Die wechselnden Erzähl Perspektiven fand ich toll, weil es zusätzlich verdeutlichte, dass man einen neuen Abschnitt erreicht hat. Mein Freund nannte es irgendwann, nachdem ich ihm hin und wieder daraus vorgelesen habe: „Das Nerdbuch“ und ich denke, dass es das auch ganz gut trifft. Dieses Buch ist für Liebhaber. Es ist eigen in der Sprache. Teilweise war es super flüssig zu lesen, manchmal musste ich es aber wiederholt lesen um den Sinn zu verstehen oder überhaupt was zu verstehen. 

Was die Geschichte mir schlussendlich erzählte, fand ich einfach genial. Ich hätte genauso gehandelt wie die Charaktere des Buches, wirklich. Die Entscheidung habe ich einfach nur gefeiert, doch der Weg dorthin war manchmal etwas mühsam. Inzwischen bin ich davon überzeugt, dass man dieses Buch niemandem empfehlen kann, denn ist einfach zu vielschichtig um einen bestimmten Geschmack zu treffen. Dies ist ein Buch, das man aus dem Bauch heraus empfehlen sollte – und derjenige sollte sich zuvor ganz klar eine Leseprobe zu Gemüte führen. 

Fazit: 

Eine vielschichtige Geschichte über eine märchenhafte Realität mit einem grandiosen Abschluss. 


Der Schluss:
Autor: Matthias A. K. Zimmermann
Verlag: Kulturverlag Kadmos
Preis: 19,90 €
Seiten: 324
ISBN: 978-3-86599-444-8
weitere Formate: –


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5 Kommentare zu „„KRYONIUM“ von Matthias A. K. Zimmermann

  1. Schönen guten Morgen!

    Ich hatte das Buch heute in meinem Briefkasten O.O Das war ja mal eine wirklich schöne Überraschung so früh am morgen!!!! Das kam von dir oder? Hab ich da irgendwas verplant?!

    Ich hab mich jedenfalls wirklich riesig gefreut und sag ein großes, dickes DANKESCHÖN dafür!!!

    Hab ein schönes Wochenende und genieß die Sonne <3

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Schönen guten Morgen auch für dich!

      Jap, deswegen hatte ich auf dem Zettel den Blognamen noch in die Ecke gequetscht, weil ich mir dachte, dass du mit dem Namen sicher nicht so viel anfangen kannst. :D
      Gerne doch! Freude für dich, Platz für mich – win win. Viel Spaß beim Lesen und ansonsten ein schönes Wochenende!
      LG Yvo

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      1. Oh, der Zettel hatte sich versteckt !!! *lach*
        Ich freu mich jedenfalls wirklich sehr und werde es auch bald lesen, bin echt total gespannt und freu mich drauf :)

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