„Crave“ von Tracy Wolff

Klappentext:

Nach dem Unfalltod ihrer Eltern verschlägt es Grace buchstäblich ins kalte Exil: die Wildnis von Alaska, wo ihr Onkel ein Internat leitet, in dem es nicht mit rechten Dingen zugeht. Und die Schüler sind nicht weniger mysteriös, allen voran Jaxon Vega, zu dem Grace sich auf unerklärliche Weise hingezogen fühlt – trotz aller Warnungen, dass sie in seiner Nähe nicht sicher ist. Doch Jaxon hat seinen Ruf nicht umsonst: Je näher sie und der unwiderstehliche Bad Boy einander kommen, desto größer wird die Gefahr für Grace. Offensichtlich hat jemand es auf sie abgesehen …

Meinung:

Ich erinnere mich kaum noch an Twighlight, aber ich weiß, dass ich es gerne gelesen habe, wenngleich ich mir nicht sicher war, ob die Art von Geschichte heute noch was für mich ist. Nachdem ich aber in die Leseprobe geschaut hatte, wusste ich, wir gehören zusammen. Und was soll ich sagen. Als ich den ersten Band dann durch hatte, habe ich mir direkt den zweiten vorbestellt. Die Geschichte hat unglaublich viele Ecken und Kanten, über die ich mich aufregen könnte. Beispielsweise bedroht Jaxon sie zu Anfang und ist auch sonst nicht so sonderlich nett zu Grace, aber dennoch, weil er ihr geholfen hat, beschreibt sie ihn als so, ich glaube „sanft“ war das Wort. Auf jeden Fall nicht wie den Typen, der sie am liebsten wieder ins Eis geschickt hätte. Von diesen Szenen gibt es mehr als eine, aber das wäre dann Spoiler. Da sich mein Beispiel direkt zu Anfang abspielt ist es, denke ich, tragbar.

Was ich sagen will, ist, dass diese Geschichte bei weitem nicht perfekt war. Eigentlich nicht mal wirklich gut. Doch sie war so unfassbar klischeehaft und gut geschrieben – humorvoll bzw. sarkastisch, fantastische Wesen, das Setting, etc. -, dass ich einfach nicht umhin komme sie zu mögen. Binnen eines Wochenendes hatte ich gut 400 Seiten weg gelesen, was eigentlich gar nicht meine Art ist. Hätte mein Partner nicht gemeckert, hätte ich vermutlich einfach die Nacht durch gelesen. Ich liebe es, dass nicht nur diese typische Werwolf gegen Vampir Fehde aufgegriffen wurde, sondern auch andere Wesen in die Geschichte integriert sind. Und vielleicht kommt dem Ganzen auch meine Leidenschaft für Schnee und Alaska zu gute. Ich bin schon sehr gespannt was Tracy Wolff hier noch zaubern wird. Das Ende fand ich sehr angenehm und die 3 Zusatzkapitel am Ende aus der Sicht von Jaxon erfrischend. Wer also auf der Such nach einem Buch ist, mit dem man sich gut berieseln lassen kann und kein Problem mit Teeniegeschwurbel hat, der ist hier sehr gut bedient.

Fazit:

Unterhaltsame Teeniegeschichte mit interessanten Charakteren, schönem Setting und ganz viel Humor nach meinem Geschmack.


Der Schluss:
Autor: Tracy Wolff
Verlag: dtv
Preis: 20,00 €
Seiten: 688
ISBN: 978-3-423-76335-6
Altersempfehlung: ab ? Jahren
weitere Formate: eBook – Hörbuch Audible exklusiv.

Die Reihe:
Band 1: Crave
Band 2: Crush (ET: 16.03.2022)
Band 3: Covet (ET: 21.09.2022)
Band 4: Court -?
Band 5: Charm -?


Wie andere Leser das Buch fanden?
Emkeyseven Books
Feder und Eselohr
Papierfliegerin
Zeilenwanderer

9 Kommentare zu „„Crave“ von Tracy Wolff

  1. Hallo Wuschel,
    ich kenn das, solche Geschichten brauch ich einfach manchmal zum Abschalten, auch wenn alles in mir schreit „So ein Klischee! So ein Macho! Mädchen, lass dir das nicht gefallen!“. Aber Mensch, da sind ja noch wahnsinnig viele Bände geplant. Da warte ich erstmal ;-)
    LG, Tala

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      1. :-D Ich bin ja schwer beeindruckt, wenn eine Reihe schon so durchgeplant öffentlich bekannt gegeben wird. Die Autorin muss unglaublich strukturiert arbeiten! Da ist dann nichts mit einer spontanen Idee, die Band 4 und 5 über den Haufen wirft…

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      2. Da hast du wohl recht. Oder sie hat bestimmte Bereiche, die sie erzählen will. Ich kenne auch deutsche Autorinnen, die die grobe Idee im Kopf haben, sich dann aber in manchen Situationen doch etwas umentscheiden in welche Richtung sich ein Charakter entwickeln soll. Sie wissen oft nur was ihr Ziel ist und dass sie es in 4-5 Bände packen wollen. 😅

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      3. Finde es SEHR faszinierend, wie verschieden Autoren arbeiten. Deswegen mag ich auch gerne die „Blicke hinter die Kulissen“ in Interviews oder ähnlichem. :-)

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