„Vergissmeinnicht – Was man bei Licht nicht sehen kann“ von Kerstin Gier

Klappentext:

Quinn ist cool, smart und beliebt. Matilda entstammt der verhassten Nachbarsfamilie, hat eine Vorliebe für Fantasyromane und ist definitiv nicht sein Typ. Doch als Quinn eines Nachts von gruseligen Wesen verfolgt und schwer verletzt wird, sieht er Dinge, die nicht von dieser Welt sein können. Nur – wem kann man sich anvertrauen, wenn Statuen plötzlich in schlechten Reimen sprechen und Skelettschädel einem vertraulich zugrinsen? Am besten dem Mädchen von gegenüber, das einem total egal ist. Dass er und Matilda in ein magisches Abenteuer voller Gefahren katapultiert werden, war von Quinn so allerdings nicht geplant. Und noch viel weniger, sich unsterblich zu verlieben …

Wir Kinder hatten allesamt blonde Locken, nach oben geschwungene Nasen und auffallende Grübchen in den Wangen, was vielleicht ganz niedlich klingt, aber nur niedlich ist, wenn man unter acht Jahre alt ist.
Oder eben ein Posaunenengel.

Matilda, Grübchenface

Meinung:

Ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte, dass dies wohl Kerstin Giers bestes Jugendfantasybuch ist, das ich bisher gelesen habe. Die Liebesgeschichte hält sich in Grenzen, die Charaktere reagieren authentisch und sogar die Art der Unterhaltung untereinander passt absolut. Manchmal erinnerte mich die Geschichte ein klein wenig an die alten Heldengeschichten der Griechen, wobei das vermutlich auch so gewollt ist, da es ja im allgemeinen zu vielen Mythen und Sagen gewisse Parallelen gibt.

Wie gewohnt ist der Stil sehr gut und angenehm zu lesen; die Atmosphäre war gut getroffen. Die Geschichte wird jeweils aus der Sicht von Quinn und Matilda erzählt, was das ganze etwas lebhafter macht. Es mangelt weder an Herz, noch an Witz. Wobei ersteres nicht in Geschmachte ausartet, sondern genau so ist, wie es sein sollte. Okay, sie verlieben sich vielleicht ein bisschen schneller, als es normal der Fall wäre, aber eben auch nicht Hals über Kopf. Es fühlt sich einfach richtig an. Das Cover erinnerte mich ursprünglich sehr stark an Voodoo, aber dies spielt in der Geschichte keine Rolle. Jedoch finde ich es sehr gelungen und passend zur Geschichte, deren Idee selbst ich einfach toll finde. Sicher schon hundertfach da gewesen, aber das Rad neu zu erfinden macht es auch nicht runder.

Im Grunde fallen mir keine Kritikpunkte ein, wenn ich ehrlich bin. Vielleicht liegt es auch an der Leichtigkeit, mit der ich durch das Buch gerauscht bin. Es gibt Ecken, Kanten, Höhen und Tiefen, aber ohne das es inszeniert wirkt. Vielleicht hätte ich mir bei Matilda ein paar bissigere Sprüche gewünscht gegenüber Lissy, aber dafür passt die Umsetzung so auch besser zu ihrem Charakter bzw. ihrem sonst etwas unscheinbaren Auftreten. Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt mehr über die Kräfte bzw. der Entwicklung von Quinn zu lesen und der magischen Welt, mit welcher dieser konfrontiert wird.

Fazit:

Einfach lesenswert und meiner Meinung nach eines der besten Jugendfantasy Bücher der Autorin.


Der Schluss:
Autor: Kerstin Gier
Verlag: Fischer eBooks
Preis: 16,99 €
Seiten: 400
ISBN: 978-3-10-491418-3
Altersempfehlung: ab Jahren
weitere Formate: Hardcover

Die Reihe:
Band 1: Vergissmeinnicht – Was man bei Licht nicht sehen kann
Band 2: ?
Band 3: ?


Wie andere Leser das Buch fanden?
The Ujulala
Letannas Buecherblog
Geschichtentaucher

2 Kommentare zu „„Vergissmeinnicht – Was man bei Licht nicht sehen kann“ von Kerstin Gier

  1. Hallo,
    ich habe zwar die Silber-Reihe im Regal stehen, allerdings noch ungelesen. Daher wird Vergismeinnicht mein erstes Buch von Kerstin Gier und ich bin schon super gespannt. Bisher habe ich viele begeisterte Meinungen – wie deine – gelesen. Da mir dann natürlich der Vergleich fehlt, sollte ich wohl Silber auch endlich lesen ;)

    Viele Grüße
    Anja

    Gefällt 1 Person

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