„Die Republik“ von Maxim Voland [Abbruch]

Zuerst möchte ich mich bei dem Verlag für sein Vertrauen bedanken, dass er mich für die Vorabaktion in Betracht gezogen hat und ich dabei sein durfte. Ich wollte das Buch wirklich mögen, aber es hat einfach nicht gepasst.


Klappentext:

Europa, 1949: Die neu gegründete DDR umfasst nach einem unglaublichen Coup das gesamte deutsche Staatsgebiet, mit  Ausnahme des westlichen Teils von Berlin. Gegenwart: Die DDR ist führende europäische Macht – ein hochmoderner Überwachungsstaat mit einem glücklichen Volk. So scheint es. Während internationale Agentenorganisationen im autonomen West-Berlin ihre Pläne schmieden, wird die DDR von einem furchtbaren Vorfall erschüttert: Über den Platz der Akademie zieht eine Giftgaswolke und fordert zahlreiche Tote. Ein Unfall? Ein Anschlag? Welche Macht steckt dahinter? Ein desillusionierter Stasi-Oberst, der französische Dolmetscher Christopher und die junge DDR-Bürgerin Alicia geraten in eine Verschwörung gigantischen Ausmaßes, die das Ende Europas bedeuten könnte … 

Meinung:

Ich wollte das Buch wirklich mögen, ganz ehrlich, denn ich liebe die Form der Gedankenspiele, aber nach 270 Seiten konnte ich einfach nicht mehr. Es lag nicht mal am Schreibstil, der war okay. Mich störte eher die Umsetzung. Zu Anfang erklärt der Autor die Welt, wie er sie sich erdacht hat. Das Ganze versucht er dann noch in die laufende Handlung zu verstricken. An sich mag ich sowas, nur leider las es sich aufgrund der Umsetzung mehr nach einem Geschichtsbuch, zumindest anfangs. Man wurde geflutet mit Namen, Erklärungen und überhaupt ging die eigentliche Story für mich oftmals komplett unter. Nachdem ich dann trotzdem irgendwann, mehr oder weniger, Fuß fassen konnte und alles anfing etwas Form anzunehmen, wurde es dafür umso komischer.

Gerne darf jemand in einem Buch sterben. Meine bessere Hälfte fragte während meiner extremen Thriller Phase, ob ich nicht in der Lage sei ein Buch zu lesen in dem mal keiner stirbt. So viel also dazu. Doch dies erinnerte mich mehr an einen Action-Film in Buchform, und genau mit sowas komme auch so gar nicht klar. Zudem war es gefühlt dermaßen viel, das es auf mich einfach nur falsch wirkte. Irgendwann war ich dann schlichtweg so genervt, dass ich selbst die kleinen Witze, wenn es denn welche waren, nicht mehr komisch fand. Das Tempo fühlte sich dadurch stellenweise unausgewogen an.

Die Idee dahinter finde ich super genial, deswegen war ich auch wirklich heiß auf das Buch. Ich mein, man stelle sich mal vor, was wäre denn, wenn wirklich alles anders gekommen wäre? Deswegen will ich auch gar nicht so viel mehr dazu sagen, als: Es war eben einfach nicht meins, aber sicher gibt es Leser auf dieser Welt, die sich für die Geschichte begeistern können und genau denen wünsche ich ganz viel Spaß mit dem Buch. Das mit uns, das hat eben einfach nicht sein sollen.

Fazit:

Eine absolut geniale Grundidee, deren Umsetzung mich aber so gar nicht abholen konnte.


Der Schluss:
Autor: Maxim Voland
Verlag: Piper
Preis: 22,00 €
Seiten: 528
ISBN: 978-3-492-07071-3
weitere Formate: eBook


Wie andere Leser das Buch fanden?
Im Buchwinkel
Reisswolfblog
Zeilenfluch
Nadines Lesecouch
Mo und die Macht der Buchstaben

9 Kommentare zu „„Die Republik“ von Maxim Voland [Abbruch]

    1. Da die Meinungen wirklich komplett auseinander gehen, kannst du das auch sein. :D Wobei es mutig ist, dass du dann auch Rezensionen vor Beginn des Buches liest.

      Gefällt mir

  1. Zunächst mal lieben Dank für die Verlinkung. Es ist dir ja doch noch gelungen, deinen Unmut in eigene Worte zu fassen. ;-) Spannenderweise stelle ich nach Lektüre der übrigen Rezensionen fest, dass wir mit unserer Meinung eher die Minderheit darzustellen scheinen.

    Gefällt 1 Person

    1. Definitiv. Ich hatte auch die Rezension tatsächlich schon letzte Woche geschrieben, war mich aber unsicher ob ich sie veröffentlichen soll. Nachdem ich dann aber feststellen durfte, dass ich nicht alleine bin, hab ich Mut gefasst. :-D
      Deine Überlegung mit Fitzek fand ich übrigens interessant. Den hätte ich so gar nicht raus gelesen, vielleicht liegt es aber daran, dass ich die Bücher inzwischen nur noch höre.

      Gefällt 1 Person

      1. Warum sollte man sie nicht veröffentlichen? Auch eine negative Meinung kann einem Autor oder einem Verlag weiterhelfen. Lobhudeleien könnten sie selber verfassen. ;-)

        Gefällt mir

      2. Da stimme ich dir voll und ganz zu. Du weißt ja auch, dass ich meist auch Rezensionen zu Abbrüchen poste. Hier hatte ich irgendwie eine Hemmung, keine Ahnung. Mein Fazit hatte ich dem Verlag auch schon letzte Woche mitgeteilt. So im dunklen Kämmerchen in einer kurzen Mail. Quasi mein Wortschwall zum Buch in Kurzform.

        Gefällt 1 Person

  2. Ich kann deine Meinung 100% unterschreiben. Habe das Buch gerade abgebrochen.
    In meinem Abbruchbericht werde ich wohl mehr spoilern als du, aber ich warne vorher auch.
    Ich bin gleich gespannt, wenn ich mit Sicherheit auch eine positive Rezension zum Buch lese. Ich bin gespannt, ob ich davon auch etwas nachempfinden kann.

    LG, Moni

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s