„Tommys Rache“ von Denny van Heynen

Klappentext:

Tommy geht als Kind tagtäglich durch die Hölle. An seiner Schule ist der übergewichtige Junge seit jeher ein Außenseiter und wird von seinen Mitschülern massiv gedemütigt.
Sein schweres Trauma und die schmerzhaften Erinnerungen holen ihn Jahre später wieder ein, als sein Chef ihn aus beruflichen Gründen bittet, zurück in die Nähe seines einstigen Wohnortes zu ziehen. Tommy setzt von nun an alles daran, sich mit esoterischen Hilfsmitteln zu schützen.
Während der unausweichlichen Zugfahrt in die Vergangenheit werden jedoch dessen unangenehmsten Befürchtungen wahr: er trifft auf Joe, Sam und Lucy- seine früheren Peiniger.
Aber er ist ihnen nun nicht mehr hilflos ausgeliefert, da er sich zu einem attraktiven, starken Mann entwickelt hat. Zudem steht ihm ein aufmerksamer Partner zur Seite, der nichts von seiner schlimmen Kindheit ahnt.
Tommy wird dieses Mal von seiner besonderen Gabe beschützt- doch was für ihn eine außergewöhnliche Fähigkeit ist, wird für seine Peiniger zur bitteren Rache…

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Meinung:

Ob das Buch ein Lektorat durchlaufen hat, ist fraglich. Ich bin wirklich nicht perfekt und bekomme auch regelmäßig eine (nette) Rüge für meine Tippfehler, dennoch hatte ich nach dem Buch einen dezente Überlastung im Hirn mit dem Diakritika Akut – auch die korrektere Verwendung des Apostroph hätte es nicht besser gemacht, da es einfach zu oft falsch verwendet wurde. Was soll ich sagen, stilistisch fand ich das Buch wirklich nicht schön und hätte es nicht nur knapp 70 Seiten gehabt, weiß ich nicht ob ich es beendet hätte. Der braunhaarige, der 31 jährige, der blauäugige – alles ganz nette Umschreibungen, aber dann bevorzuge ich auf Dauer doch lieber Namensnennungen.

Der Autor weist bereits im Vorwort darauf hin, dass er mit dieser Geschichte etwas verarbeitet und ich will ihm da auch gar nicht rein reden oder zu nahe treten, jedoch sehe ich es sehr zwiegespalten aus der Sicht des Lesers. Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll, dass es verständlich klingt. Für meinen Teil wurde beispielsweise zu oft erwähnt, wie gut und toll Tommy jetzt aussieht; das er ja so sehr darauf achtet, und überhaupt. Da konnte ich eher noch mit der Art der Antagonisten leben, wenngleich diese ebenfalls etwas überspitzt dargestellt wurden – bei Tommy schwang für mich einfach eine gewisse Arroganz mit, die ich als deplatziert empfand.

Das Element mit der besonderen Gabe empfand ich als ganz unterhaltsam. Doch schlussendlich saß mir beim Lesen oft der Satz im Nacken: „Man treibt Kindesmissbrauch nicht dadurch aus, dass man missbrauchte Kinder literarisch noch einmal missbraucht.“, welchen ich bereits zu früherer Zeit aus der Welt zitiert habe. Zwar ein anderes Buch, andere Thematik, jedoch meiner Meinung nach sehr passend, denn viele Dinge aus Tommys Kindheit darf der Leser mit erleben. Ebenso wie die Rache doch sehr extrem ausfällt. Wie gesagt, weist der Autor auf seine Beweggründe hin und es ist nichtsdestotrotz eine fiktive Geschichte, aber dennoch finde ich das Gesamtkonzept nicht ganz so passend. In der Summe fühlte es sich einfach nicht richtig an.

Fazit:

Als Verarbeitungsmethode für den Autor sicher eine gute Sache, für mich als Leser leider nicht unbedingt, da es einfach schon allein von der Art her nicht wirklich schön zu lesen ist.


Der Schluss:
Autor: Denny van Heynen
Verlag: Selfpublisher
Preis: 2,99 €
Seiten: 67
ISBN: 978-3-7427-1654-5
weitere Formate: –

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