Moods on Monday – Woche 4

Willkommen, zu „Moods on Monday“!

Um die Sache einfach zu gestalten, habe ich die vorherigen Beiträge am Ende des Beitrages verlinkt.


Ich glaube im vergangenen Beitrag habe ich es angekündigt, dass es sich diese Woche um die Frage „Was wäre, wenn…?“ drehte. Hier bin ich sehr hin und her gerissen, denn die Beschwerden sind bei mir ja nicht permanent. Sie kommen, wenn sie da sind. Manchmal gibt es Auslöser, manchmal tauchen sie einfach auf, zumindest aus meiner Sicht. Besonders gestern fiel es mir schwer eine entsprechende Wochenreflexion zu schreiben, da gestern so ein richtiger Tag für die Mülltonne war. Ich war, warum auch immer, absolut übermüdet, was sehr auf meine Stimmung schlägt.

Auf der einen Seite merke ich aktuell, dass mir das Schreiben unfassbar guttut, auch wenn ich nicht immer zu 100% nach den Fragen gehe, aber auch, dass es an mir nagt. Ich habe lange nicht mehr so viel Stuss geträumt wie die letzte Zeit. Dinge, die ich so absolut nicht nachvollziehen kann und keinerlei Sinn ergeben. Ich nahm mir die Woche auch vor, dass ich offener damit umgehen möchte, denn wie sollen die Leute wissen, dass es mir schlecht geht, oder ich vielleicht gerade nicht zu gebrauchen bin, wenn ich nichts sage und einfach tue als sei alles wie immer?

Da meine Kollegin unter der aktuellen Situation leidet, weil ihre Eltern in China leben und die Schwester in Amerika, kamen die Chefin und ich darauf zu sprechen. Wodurch ich das mal ableitete, denn komischerweise, hatte hier die Chefin für das „ins Loch rutschen“ totales Verständnis. Darauf versuchte ich aufzubauen, da ich nämlich in solchen Situationen meist doppelt leide, eben weil ich gerne möchte, aber es nicht auf die Reihe bekomme. Früher war ich einfach etwas träge im Kopf. Heute kann ich mich stellenweise nicht mehr konzentrieren und wenn zu viel Ablenkung herrscht, dann vergesse ich schlichtweg meine Aufgaben, was meine Chefin dann teilweise als „Da hatten Sie keinen Bock“ einordnet. Das war am Freitag, Samstag bereute ich es schon wieder.

Dennoch denke ich, dass es der richtige Weg ist, denn natürlich ist es mein Ziel, einfach ein normales Leben zu führen, normal zu denken, normal zu sein – wobei ich nicht sagen möchte, dass ich unnormal sei; ich funktioniere nur nicht immer ganz richtig-, aber dennoch habe ich diese „Ausfälle“ und die werden nicht von heue auf morgen verschwinden. Ich weiß wie es ist, wenn es mir gut geht, aber eben auch die Kehrseite und ich denke, dass mein Umfeld darüber auch Bescheid wissen sollte. Eben, weil ich weiß, dass Kommentare wie „Da hatten Sie keinen Bock“ es eher schlimmer als besser machen. Da kämpft man sich über Wochen die Steilwand hoch, denk man hätte alles wieder halbwegs im Griff, während jemand um die Ecke kommt und einen wieder runter schubst mit so einer scheinbar banalen Aussage.

Jetzt ging es hier heute weniger um die Frage selbst „was wäre, wenn…?“, doch da ich auch eine Reflexion der ersten vier Wochen schreiben musste, kam das alles etwas durcheinander. Zudem weiß ich was wäre, nur dass ich eben immer wieder hinfalle. Klar stehe ich auf, richte das Krönchen und stapfe weiter, aber Sinn und Zweck der Übung ist es doch – so denke ich -, dass eben das nicht mehr nötig ist. Ich möchte auch keinem die Ohren voll jammern, dass es mir schlecht geht, aber ich möchte zukünftig einfach anders damit umgehen und wünsche mir ein entsprechendes Entgegenkommen. Sollte ich das in mein Leben so nicht integrieren können, dann wird es eben Zeit dieses Leben zu ändern.

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Das ist mein aktuelles Fazit.
Das war mir wohl schon zuvor bewusst, doch aktuell ist aus diesem Bewusstsein ein Entschluss geworden.

PS: Ebenfalls gut tut es mir, dass ich diese verschiedenen Erkenntnisse mit euch teile. Das mitunter darauf reagiert wird und es einfach los zu werden. Sicher erzähle ich euch weniger als meinem Notizheft, aber man muss es auch nicht übertreiben. Danke, für eure Aufmerksamkeit und eure Treue!


Vorherige Beiträge:

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11 Kommentare zu „Moods on Monday – Woche 4

  1. Ein „Da hatten Sie keinen Bock!“ ist meiner Meinung nach einfach eine unfaire Reaktion, aber vermutlich einfach eine aus Unkenntnis der genauen Gründe unfaire Reaktion.

    Insofern ergibt ein offensiverer Umgang mit dem einen oder anderen Thema natürlich absolut Sinn, denn nur wenn Deine Chefin weiß, wie ihre einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ticken, auch wo sie vielleicht anders ticken als andere, nur dann kann es ihr überhaupt gelingen, mit jeder einzelnen Person so umzugehen, wie es für eben jede einzelne Person individuell angemessen ist.

    Im Übrigen halte ich das Ziel „normal“ zu sein, und insbesondere das, zu „funktionieren“ (welch scheußliches Wort in dem Zusammenhang) ganz persönlich für wenig erstrebenswert. Das bedeutet nicht, dass man nicht immer an sich arbeiten sollte, wenn man merkt, dass es einen Anlass dafür gibt, aber meines Erachtens sollte der Ansatz eher sein, dafür zu sorgen, dass andere Menschen einen so akzeptieren, wie man ist, mit allen Stärken und Schwächen, die eine Person ausmachen. Und wenn dazu gehört, dass man unter bestimmten Umständen nicht so gut „funktioniert“, dann ist das eben so. Wer nur danach strebt, sich anzupassen, normal zu sein und zu funktionieren, der befindet sich meines Erachtens auf dem Holzweg.

    Aber das ist nur meine persönliche Meinung, die ich mich genötigt sah, ganz ungefragt hier auszublubbern. ;-)

    Gefällt mir

    1. Das Problem für mich ist tatsächlich hier die passenden Worte zu finden. Ich will damit nicht sagen, dass ich normal sein möchte im üblichen Sinne, denn ich teile deine Ansicht, dass man die anderen akzeptieren sollte wie sie sind. Der Mensch im allgemeinen ist sehr weit weg von „perfekt“ – was meiner Meinung nach auch kein erstrebenswertes Ziel ist dorthin zu gelangen. Für mich bedeutet normal zu sein oder zu funktionieren schlichtweg, dass ich in einen Dialog gehen kann ohne danach jeden Satz auseinander nehmen zu wollen, ewig drüber nach zu denken, oder wie auch immer. Das ist nicht die Regel, aber phasenweise – selbst bei Menschen, die mir nahe stehen. Vielleicht weiß ich nach den zwölf Wochen wie ich es richtig ausdrücken soll. Ich möchte den Menschen und das Leben nicht als Feind sehen, sondern als Bestandteil meines Lebens. Wie einen Baum. Nicht jeder Baum ist schön, manche schon, aber ich kann um die Bäume einfach herumlaufen ohne einen Fluchtreflex auszulösen. Sie sind eben da und gehören dazu.
      Metaphern, voll mein Ding. :D

      Blubber gern deine Meinung. :)

      Gefällt 1 Person

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