Lesemonat März 2020

Geschwätz

Was war das denn bitte für ein Monat? Ich fasse zusammen:
– 5 Tage halbwegs normal
– 5 Tage durch’s Leben gequält
– 1,5 Wochen im Bett gegammelt
– Restlicher Monat Corona-Wahnsinn

Ja, die Maßnahmen sind wichtig und gut, aber ich bin ehrlich gesagt kurz davor meine Sachen zu packen und wieder ins Büro zu gehen. Zwar bin ich auf dem Papier wieder gesund und merke das es mir besser geht – gerade bei den Gassi Runden -, aber dennoch merke ich auch, dass es eben immer noch etwas nagt. Dann kommen die allgemeinen Einschränkungen, die mich eigentlich nur insofern stören, dass ich nicht mehr in Ruhe im Wald spazieren gehen kann und schlussendlich dreht dann die Chefin gefühlt noch durch. Direkt vorweg möchte ich sagen, dass ich es verstehe, denn sie ist aktuell alleine im Büro und fängt so ziemlich alles aber. Das alles zerrt an jedermanns Nerven. Egal ob man arbeiten darf oder muss – wie auch anders herum -, aber genau deswegen kann ich beispielsweise solche Aktionen wie sie vorkamen auf lange Sicht wirklich nicht ertragen. Besonders wenn es, wie jetzt, Richtung „Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt“ geht – in unserem Fall vermutlich eher anders rum, aber abwarten wie es sich entwickelt. Ich will euch nicht langweilen, deswegen hole ich jetzt gar nicht aus. Fakt ist für mich auf jeden Fall, dass ich mich lieber dem Risiko der Infektion aussetzte anstatt mir mein Nervenkleid zerfleddern zu lassen, egal von wem.

Ansonsten gibt es nicht wirklich viel zu erzählen. Teilweise war ich sogar vom Lesen genervt und habe meinen Nintendo wieder ausgegraben. Zum Schreiben von Blogbeiträgen oder Rezensionen fehlt mir leider auch etwas die Motivation, was sich in diesen gefühlt auch wiederspiegelt. Sorry dafür! Für mich fühlt es sich an, als stünde ich auf einer Autobahn und alles rast einfach nur noch an mir vorbei. Mein aktuelles Ziel ist einfach wieder Ordnung rein zubringen – und vor allem Ruhe.

Neuzugänge

Jesses. Wollen wir wirklich darüber reden? Zwar habe ich wieder einige Bücher aussortiert und gelesen, aber ich glaube das Wort „eskaliert“ trifft es doch sehr gut. Also gut. Im März waren es 27 Neuzugänge. Ich wollte euch eigentlich ein paar vorstellen, aber dann kam mir das total unfair gegenüber den nicht vorgestellten Büchern vor. Nun hab ich wieder alles gelöscht und mich mit mir selbst darauf geeinigt: Ihr bekommt einen eigenen Beitrag dafür. Das ist zwar nicht meine Art, aber alles andere kann ich gerade nicht so richtig mit meinem Gewissen vereinbaren.

wp-15860187857491511806945.jpg

Gelesen

  1. Vront – Was ist die Wahrheit?“ von Yves Grevet: Ein spannendes Zukunftsszenario für die jungen Leser – die alten natürlich auch, aber vom Stil her sollte man sich dann auf eine sehr leichte Lektüre einstellen. Spannung ist auf alle Fälle geboten, zum Nachdenken regt es auch an und Unterhaltung sowieso!
  2. „Gelobtes Land – Hoop“ von Christine Heimmansberg: Toller Einstieg in die dystopische Trilogie. Der Schreibstil ist schnörkellos und schön zu lesen, teilweise etwas poetisch. Dieses Buch hat mir, obwohl kaum was passiert ist, unglaublich viel Freude bereitet und hielt mich bis zum Schluss in seinem Bann. Ein Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt, Liebe und Überleben.
  3. Das neunte Haus“ von Leigh Bardugo: Die ruhige und düstere Atmosphäre hat mich absolut begeistert. Leider war es etwas zu unausgewogen, da sich auf den letzten 150 Seiten die Ereignisse überschlagen haben, sodass es sich extrem vollgepackt anfühlte, aber dennoch wieder ein lesenswertes Buch der Autorin. Besonders die Idee dahinter gefällt mir richtig gut, denn ich mag Fantasy Bücher, die in der Realität spielen.
  4. „Code: Orestes“ von Maria Engstrand: Schönes Rätsel raten für die jungen Leser ab 11 Jahren. Sehr gut zu lesen und die schweren Stellen können übersprungen werden. Mir hat es auf jeden Fall sehr gut gefallen. Besonders die vielfältigen Charaktere. Spannung und Unterhaltung für jedes Alter.
  5. Doll Factory“ von Elizabeth Macneal: Ein Buch, auf das ich mich sehr gefreut hatte, aber das mich schlussendlich nur mäßig überzeugen konnte. Die Idee war gut, aber die Umsetzung war es leider nur teilweise. Irgendwie schaffte die Autorin es nicht mich in den entscheidenden Momenten zu erreichen, weshalb für mich viel an Erlebnis verloren ging und es eben nur „nette Unterhaltung“ war.
  6. „Was perfekt war“ von Colleen Hoover: Ich war ja schon vor dem Lesen kritisch ob es was für mich ist, aber das hat man dann wohl davon, wenn man „über den Tellerrand“ liest. Es war furchtbar. Ich habe mich tierisch aufgeregt. Nein, nicht meins – inhaltlich, nicht stilistisch. Es fühlt sich einfach so falsch an.

wp-1586018785374485006261.jpg

Abgebrochene Bücher

Diesen Monat habe ich 2 Bücher abgebrochen und mit einem hadere ich noch (siehe „Aktuelles“). Zum einen habe ich bei „Herr der Ringe“ nach ca. 82 Seiten (2-3 Kapiteln?) aufgegeben. Das Problem für mich war, dass ich es als Hörbuch schon zwei Mal gehört habe, zudem fand ich den Buchsatz wirklich extrem anstrengend. So eckig und klein. Ich bin ja wirklich nicht weinerlich, aber das war jetzt echt nicht meins – Nicht momentan, nicht derzeit.

Außerdem abgebrochen habe ich „Das #Zukunftsspiel“ von Martin Martheo. Ein vielversprechendes Buch, aber nach 80 Seiten war ich nicht nur genervt, sondern auch noch gelangweilt. Den Schreibstil fand ich richtig gut zu lesen, aber sonst fand ich es einfach anstrengend. Dazu erzähl ich euch in Kürze aber mehr.

Gehörte (SUB-)Bücher: 

  1. „Scythe – Das Vermächtnis der Ältesten“ von Neal Shusterman: Anfangs fragte ich mich wirklich warum der Autor jetzt eine Abhandlung über die Tonisten schreibt und überhaupt wirkte alles etwas wirr. Doch wie immer kam dann die große und grandiose Auflösung. Alles, aber nichts was ich erwartet hätte. Es hat mir wirklich gut gefallen.
  2. „Flammen im Sand“ von Gisa Pauly: Ach, wie ich sie liebe, die Mamma Charlotta. Irgendwie mag ich die Hörbücher derzeit auch lieber als die Bücher. Der vierte Band war bisher wohl der beste.
  3. „Lügen, die von Herzen kommen“ von Kerstin Gier: Gewohnt unterhaltsam, kurzweilig und herzlich. Leider fand ich es sehr vorhersehbar, aber dennoch wurde ich gut unterhalten. Wer Mirja Boes kennt, der wird mich vielleicht verstehen können, dazu dann noch der Stil der Autorin – herrlich!
  4. „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“ von Kerstin Gier: Weil ich grad so drin war, gab’s noch eines obendrauf. Herrlich! Ich warte ja heute noch, dass jemand um die Ecke kommt und schreit: „Ha, alles nur geträumt.“ Ein bisschen dämlich war, dass die Protagonistin direkt zu Anfang 15(!) SMS an falsche Empfänger schickte, aber betrachtet man die Geschichte im Ganzen, tja, dann erscheint auch das nicht mehr so abwegig. Die Sprecherin muss ich mal noch Googlen. Ich glaube es ist die Syncron Stimme von Carrie Bradshaw aus Sex and the City – große Liebe.
  5. „Beastly“ von Alex Finn: Interessante auf modere Fassung von „Die Schöne und das Biest“. Mehr brauch ich, glaube ich, auch gar nicht dazu sagen.

Aktuelles und zukünftiges

Aktuell lese ich bzw. habe ich begonnen:

  1. „Die Rückkehr“ von Ernst Lothar: Inhaltlich kann ich nicht meckern, aber der Stil ist schon, äh, komisch? Hat man im Jahr 1949 wirklich so geschrieben? Ich habe derzeit etwas über 50 Seiten gelesen und frage mich manchmal wirklich ob ein Dialog oder Handlung Sinn macht. Falls ihr das Buch also schon gelesen habt – oder Bücher aus der Zeit -, dann lasst mir gerne einen Kommentar da, denn ich zweifle gerade an mir selbst.
  2. „Lodernde Schwingen“ von Leigh Bardugo: Da ich im letzten Viertel bin, möchte ich gar nicht so viel dazu sagen…. Es ist auf jeden Fall nicht ihr bestes Buch.

Kommenden Monat möchte ich lesen:

  1. „KRYONIUM“ von Matthias A. K. Zimmermann
  2. „Vortex“ von Anna Benning
  3. „Die Traumdiebe“ von Cherie Dimaline
  4. „Tommy’s Rache“ von Denny van Heynen
  5. „Four Dead Queens“ Astrid Scholte

Wie gesagt, bin ich mir aktuell bei „Die Rückkehr“ unsicher ob ich es schaffen kann und ein Buch hätte ich auch noch hier liegen, an welchem ich mich probieren möchte – „Die Spur der Schakale“ von Michael Lüders -, da ich aber so anti Thriller & Krimi bin, habe ich es mal nicht in die Leseliste aufgenommen, denn ich vermute, dass es etwas länger dauern könnte.

Allgemein hoffe ich, dass ich nicht zu mutig plane, denn irgendwie, obwohl ich furchtbar gerne lesen möchte und es auch tue, kann ich mich nur schwer konzentrieren. So harre ich der Dinge.


Der Monat in Zahlen
6 Bücher gelesen
2.634 Seiten
27 Neuzugänge
5 gehörte (SUB-)Bücher
257 auf dem SUB

Bis dahin, cheerio und schöne Lesestunden!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s