Lesemonat Januar 2020

Geschwätz

Da ich bereits Ende letztes Jahr aussortiert habe, geht das jetzt auch so weiter. Ich habe mich dazu entschlossen, dass ich üben möchte auch auf englisch mehr zu lesen. Deswegen flog ein Buch direkt aus dem Regal, denn hier wurde der dritte Band bisher noch nicht übersetzt. „Iskari“ durfte schon im letzten Jahr ausziehen. Eigentlich war es eine Leihgabe an die liebe Madelaine, aber was soll ich damit? Den dritten Band müsste ich sowieso auf englisch lesen, dann ich kann ich es gleich mit der ganzen Reihe tun – oder eben gar nicht. (Hier möchte ich klar stellen, dass ich den Verlag und seine Beweggründe verstehe! Natürlich ist es doof, aber wir werden nun mal damit leben müssen – außer jemand hat zufällig das nötige Kleingeld über, dann kann er ja gerne dafür sorgen, dass das Buch in Deutsch erscheint.) Zudem habe ich erfahren, dass auch die „Constellation“ Reihe von Claudia Gray nicht weiter übersetzt wird, weswegen es nun ausziehen darf.

Außerdem habe ich, wie ihr sehen werdet, kurz vor Schluss beim ersten Band der Reihe um Francis Ackermann Jr. abgebrochen. Hier hatte ich mir einmal die Weltbild Ausgaben gekauft sowie Band 4 als ich gerade am Wühltisch darüber stolperte. Weg damit! (Sorry, M.!)

Und so werde ich es zukünftig öfter handhaben. Es werden einfach öfter Bücher rausfliegen, bei denen ich einfach keinen Sinn sehe. Ich werde mich nicht mehr ewig aufhalten bis ich ein Buch abbreche, zumindest wenn ich schon von Beginn an merke, dass wir nicht miteinander warm werden. – Ausnahme: Hörbücher, die ich aufgrund des Sprechers abbreche.

Ansonsten ist diesen Monat nicht wirklich viel passiert. Ich habe meine Opfer, äh, Gewinner aus dem Adventskalender für Autoren ausgewählt und diverse Projekte entsprechend in Planung. Teilweise freue ich mich, dass Erscheinungstermine nach hinten verschoben wurden, da es sonst zeitlich wirklich anstrengend werden würde und(!) ich habe aktuell fast keine Lust nach Neuerscheinungen zu schauen. Ich hoffe, dass dies ein gutes Zeichen für meinen SUB ist. Woran ich aber nicht wirklich glaube, aber da der Monat lesetechnisch wirklich gut lief, möchte ich mich auch gar nicht beschweren.

Ferner wollte ich mich an neuen Bannern probieren, statt langweiliger Bilder. Bisher bin ich jedoch noch im Übungsmodus. Zudem fühle ich mich seit Anfang Januar angeschlagen, sodass mir auch eine gewisse Motivation für solche Dinge fehlt. Es ist aktuell schon anstrengend genug morgens aufzustehen und zur Arbeit zu gehen, mein Körper sagt mir das auch recht deutlich, aber selbst Schuld wenn man die falschen Prioritäten setzt.

Neuzugänge

Wollt ihr zuerst mit den Augen rollen und dann lesen oder lieber anders rum? Natürlich waren die Neuzugänge wieder im zweistelligen Bereich. Bei dem einen Buch handelt es ich um „Skyle“, dem Debüt von Esther K. Bertram. Hierzu findet ihr außerdem auch ein Interview auf meiner Seite, zudem war sie auch bei Andreas für einen Potcast zu Gast.
Von der lieben Madelaine erhielt ich die Bücher „Mörder“ von Veikko Bartel, welches ich in ihrem Adventskalender gewonnen hatte und „Die Rebellion von Laterre“ von Jessica Brody.
Die liebe Dörte hat mich dann dazu aufgefordert, ob ich nicht mal Lust hätte, über den Tellerrand hinweg zu lesen, weswegen dann direkt „Was perfekt war“ von Colleen Hoover eingezogen ist. Ein bisschen graut es mir ja schon davor, aber das ist ja die Herausforderung daran. Nicht wegen der möglichen Liebesgeschichte, eher, weil Dörte selbst schrieb, dass sie das Buch zerstört hat, denn dies ist einer der Gründe, weshalb ich mich von diversen Büchern fern halt. Sowas kann wochenlange Nachwehen haben, oder zumindest in der Lesezeit bin ich etwas, naja, neben der Spur. Doch ich werde es wagen!

Zudem kam „Unter schwarzen Federn“ von Sabrina Schuh an, die das Thema Mobbing und dessen Folgen in ein Märchen gepackt hat. Dazu erfahrt ihr aber im März etwas mehr. Doch gerne könnt ihr mir schreiben, wenn ihr damit Erfahrungen sammeln musstet und wie ihr damit umgegangen seid.

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Doch ich möchte euch gar nicht weiter langweilen, denn bei ca. 14 Neuzugängen in der Summe, wäre das Geschwafel noch um einiges länger. Also kurz und bündig. (Als ob ich das könnte.) Es kamen noch hinzu:
„Doll Factory“ von Elizabeth Macneal (große Freude!)
„Strange the Dreamer – Ein Traum von Liebe“ von Laini Taylor (Memo: Bilder VOR dem Lesen machen.)
„Sieben Minuten nach Mitternach“ von Patrick Ness
„Das neunte Haus“ von Leigh Bardugo.
– „Die Schlange von Essex“ von Sarah Perry
– „Heute leben wir“ von Emmanuelle Pirotte
– „Davor und Danach“ von Nicky Singer
– „Mörderhotel“ von Wolfgang Hohlbein
Achso, und natürlich „Ruby Blake“ von meiner allerliebsten Kirsten Storm, das bereits gelesen ist.

Gelesen

  1. Architekt des Bösen“ von V. S. Gerling: An sich war es wieder sehr unterhaltsam, aber ich fand, dass der Autor gerade bei dem Bösewicht und seiner Tat den Bogen etwas zu sehr überspannt hat, wodurch das Ganze auf mich doch eher unglaubwürdig wirkt. Dennoch hat das Lesen Spaß gemacht und wer das Ermittler-Duo mag, sollte es sich nicht entgehen lassen.
  2. Neon Birds“ von Marie Graßhoff: Richtig coole Idee, geniale Geschichte, super gut zu lesen, aber ich konnte zu manchen Charakteren keine richtige Bindung aufbauen. Dennoch bin ich sehr gespannt zu erfahren wie es weiter geht.
  3. Goldene Flammen“ von Leigh Bardugo: Schon fast zu kindlich vom Stil her, aber dennoch packend und spannend. Die Charaktere sind teilweise etwas naiv, was ich aber dem kindlichen zuschreibe. Richtig gelungener Einstieg in die Welt der Grisha.
  4. „Ruby Blayke – Feuer & Asche“ von Kirsten Storm: Meine Güte, was hat die Frau da wieder geschaffen!? Eine bildgewaltige futuristische Welt und eine Geschichte, die mir des Öfteren den Atem raubte. Man sollte sich vor dem Lesen ganz klar bewusst sein, dass man nicht bei „Wünsch dir was“ ist, aber dennoch fehlt es nicht an Witz. Die Welt und Charaktere sind einfach super grandios gezeichnet. Eine Rezension wird es zum 13.02.2020, dem Erscheinungstermins des eBooks, geben und vielleicht hab ich nach der Buchmesse noch eine kleine Überraschung für euch. (Rezension folgt)
  5. „Eisige Wellen“ von Leigh Bardugo: Gelungene Fortsetzung! Obwohl etliche Kapitel lang nichts passiert, bleibt es dennoch spannend. Ich freue mich schon jetzt richtig auf den dritten Band. (Rezension folgt)
  6. „Wolfmal“ von Aurelia L. Night: Puh. Ja. Was soll ich sagen. Hätte es sich nicht so leicht gelesen und wäre das Buch nicht so dünn, dann hätte ich es vermutlich einfach abgebrochen. Schon in den ersten Kapiteln fand ich einen, zumindest für mich, gravierenden Logikfehler, die Charaktere sind eher matt und überhaupt fehlt es hier an Tiefe. Sprachlich ist es ganz klar auch kein Meisterwerk. (Rezension folgt)
  7. Vicious – Das Böse in uns“ von V. E. Schwab: Steinigt mich gerne, aber wie das Buch gerade gefeiert wird, kann ich so nicht nachvollziehen. Ja, es ist eine interessante Geschichte, sie ist auch verdammt gut zu lesen, aber so vom Hocker gerissen hat sie mich dann auch nicht. Was aber nicht heißt, dass ich nicht Band 2 lesen möchte. Natürlich möchte ich wissen wie es ausgeht!

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Abgebrochene Bücher

  1. „Dunkle Schöpfung – Düstere Visionen“ von Caine Thusarion (gelesen bis Seite 50): Ehrlich gesagt, tut es mir wirklich leid, dass ich mich mit diesem Buch nicht anfreunden konnte, denn ich finde den Autor unglaublich sympathisch. Irgendwann war ich dann aber doch etwas überfordert mit den, gefühlt, sehr häufig vorkommenden Ausrufezeichen. Zudem gefiel mir zwar der Prolog aus der Leseprobe, aber irgendwann fand ich es einfach anstrengend – ein bisschen zu sehr in die Länge gezogen.
  2. „Ich bin die Nacht“ von Ethan Cross (gehört bis 82%): Fand ich jetzt ehrlich gesagt einfach nur stumpfsinnig und brutal. Meine „Schwiegermutter“ hat es inzwischen gelesen und meinte, dass die Wendung am Ende einfach genial war, aber ob ich das je selbst erleben werde? Schauen wir mal. Aktuell hab ich unter das Thema mal einen Haken gemacht.
  3. „Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte“ von Racel Joyce (gehört bis 45%): Die Idee finde ich richtig genial. Die Umsetzung ist mega skurril und teils verwirrend, dennoch irgendwie packend, aber mir fehlte für die Thematik ein wenig der Tiefgang. Vielleicht werde ich mich hier irgendwann noch am Buch probieren.

Gehörte (SUB-)Bücher: 

  1. Hof der Wunder“ von Kester Grant: An sich eine gute Geschichte, aber desto weiter sie fortschreitet, desto langatmiger wird sie. Die Charaktere sind extrem schwach gezeichnet, die Abläufe scheinen sich mehr und mehr zu wiederholen. Unterhaltsam ja, aber nicht überzeugend.
  2. „Gestatten, mein Name ist Cox: Die kleine Hexe“ von Rolf und Alexandra Becker (Hörspiel): Ein recht altes Hörspiel wie meine Recherche ergab. Es ist so unglaublich schlecht, dass es schon wieder gut ist. Was hab ich gelacht über all dem Mumpitz. Klare Empfehlung!
  3. „Durch den Nimbus – Noras Welten“ von Madeleine Puljic: Ich hatte tatsächlich mehr erwartet. Vermutlich wird auch der nächste Band, der in Kürze erscheint um einiges besser, denn gefühlt lernte Nora in diesem Teil lediglich was es mit ihrer „Gabe“ auf sich hat. Dennoch fehlte mir hier der Tiefgang sowie der Zugang zu den Charakteren. Besonders Nora wirkte oft eher pubertär auf mich und das häufige Geplänkel war einfach unnötig.
  4. „Northanger Abbey“ von Jane Austen (Hörspiel): Unglaublich unterhaltsam. Zwischendurch war ich etwas verwirrt, weil das Wort „flirten“ mehrfach fiel und ich mich frage: Hat man das damals wirklich gesagt? Aber wenn’s sonst nichts ist.

Aktuelles und zukünftiges

Aktuell lese ich bzw. habe ich begonnen:

  1. „Untergang der Könige“ von Jenn Lynos (ca. 50%): Etwas langatmig, aber auch immer wieder etwas spannend. Das Buch als eBook zu lesen ist einfach furchtbar, nur mal so vorab. Packend ist anders, aber interessant.
  2. „Drachenzähmen leicht gemacht“ von Cressida Cowell (dt/eng): Bis Seite 70 habe ich es inzwischen geschafft. Leider kam mir die abendliche Müdigkeit und die wochenendliche Gemütlichkeit in die Quere, weswegen ich mich nicht durchringen kann es weiter zu lesen.

Kommenden Monat möchte ich lesen:

  1. „Herr der Ringe – Die Gefährten“ von J. R. R. Tolkien (Wine & Read)
  2. „Shadowscent – Die Blume der Finsternis“ von P. M. Freestone
  3. „Unter schwarzen Federn“ von Sabrina Schuh

Da ich ja noch am „Untergang der Könige“ hänge, momentan nie weiß wie mir die Zeit reicht und wie das Leben so kommt, würde ich diese drei Bücher noch unter Vorbehalt auf die Liste setzten:

  1. „Gelobtes Land – Hoop“ von Christine Heimannsberg
  2. „Im Bann der Fledermausinsel“ von Oscar de Muriel
  3. „Cassardim“ von Julia Dippel

 


Der Monat in Zahlen
7 Bücher gelesen
2.901 Seiten
14 Neuzugänge
4 gehörte (SUB-)Bücher
301 auf dem SUB

Bis dahin, cheerio und schöne Lesestunden!

Ein Kommentar zu „Lesemonat Januar 2020

  1. Hallo du,
    Ich musste herzlich lachen. Ethan Cross geht bei mir auch gar nicht!
    Und das, nachdem bei der lesejury alle so schwärmen!

    Lg
    Igela

    Gefällt 1 Person

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