„Architekt des Bösen“ von V. S. Gerling

Band 5 der Reihe um Nicolas Eichborn und Helen Wagner


Klappentext:

Gibt es das perfekte Verbrechen? Ja. Wenn der »Architekt« dahintersteckt. Ein neuer Thriller made in Germany von V.S. Gerling.

Eine Todesspur quer durch Deutschland: Zusammen mit dem BKA müssen Helen und Nicolas Eichborn einen ungeheuren Anschlag stoppen, der unzählige Menschenleben fordern würde – perfekt geplant vom »Architekten«. Namenlos und unaufspürbar bietet er seit Jahren im Darknet seine Dienste an, und Scheitern ist für ihn keine Option.

Nun hat eine Bewegung der Reichsbürgerszene dem Architekten seinen bislang größten und gefährlichsten Auftrag erteilt. Eine Herausforderung für das verbrecherische Superhirn …

Gelingt es dem Ermittlerpaar Eichborn, schneller als der mörderische Meisterstratege zu sein?

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Meinung:

Dieses Buch hat mir wieder gezeigt, dass ich doch um einiges kritischer lese als noch vor einiger Zeit. Denn obwohl der Schlagabtausch der beiden Ermittler wieder sehr erfrischend und unterhaltsam war, fand ich klare Kritikpunkte; dazu gleich mehr. Was ich etwas schade fand, dass Helen und Nicolas erst sehr spät ins Spiel kommen. Dies macht natürlich Sinn, so wie die Geschichte aufgebaut ist, aber ich wollte es mal erwähnt haben. Obwohl es wieder kleine und größere Sticheleien seitens und unter den „Ermittlern“ gab, die ja nun in der privaten Wirtschaft tätig sind, war dieser Band doch um einiges ernster als die Vorgänger. Was ich nicht unbedingt schlecht fand, es ist mir nur aufgefallen.

Was ich jedoch sehr kritisiere ist die Zeichnung des Bösewichts. Der Ansatz war wirklich gut, bis es unglaubwürdig wurde. Bestimmt kann man das irgendwie bewerkstelligen, dass man einen Staat im Staat gründet – oder sollte ich sagen Reich? Denn darum geht’s ja: Das deutsche Reich. Sicher kann man Menschen um sich scharen und alles vom System abkapseln, irgendwie. Und ganz bestimmt lässt sich ein Plan entwerfen, wie es der Architekt tut, wobei selbst dieser Schwächen hat. Hierauf werde ich selbstverständlich jetzt nicht näher ein gehen. Die Tatsache WAS der Bösewicht jedoch am Ende dreht war sowas von unglaubwürdig und sinnlos, das war wirklich unfassbar. Ich würde jetzt super gern erzählen was genau ich meine, aber naja, dann könnt ihr euch das Buch wirklich sparen, weil alles verraten wäre, aber ich könnte mich noch heute darüber aufregen. Es hatte alles so viel Potential, das man anders/ sinnvoller hätte nutzen können, mit quasi dem selben Ende, aber nein, ist nicht.

Ich hatte mich wirklich gefreut, da es mal wieder ein Thriller war, der mir gut gefiel. Der spannend und unterhaltsam war. Die Protagonisten sympathisch. Und dann kam das Ende. So. Nur noch eines: Herr Gerling, das können Sie besser!

Der Geschichte an sich konnte ich gut folgen und der Stil des Autors war gewohnt flüssig. Bei den Kapitel aus der Perspektive von Nicolas Eichborn wird auf die Ich-Perspektive gewechselt. Ob das in den vorherigen Büchern schon so war, weiß ich gar nicht mehr. Vielleicht war es auch weniger auffallend, da die beiden eine größere Rolle spielten. Zu Anfang war ich kurz irritiert, gewöhnte mich jedoch zügig an den jeweiligen Wechsel. Alles in allem wieder ein gutes Buch, aber naja, weniger ist manchmal mehr.

Fazit:

Guter Thriller, tolle Charaktere, aber leider nicht immer ganz logisch.


Der Schluss:
Autor: V. S. Gerling
Verlag: Edition M
Preis: 4,99 €
Seiten: 455
ISBN: 9782496701418
weitere Formate: eBook
Die Reihe:
Band 1: Das Programm
Band 2: Falsche Fährten
Band 3: Sieben Gräber
Band 4: Die Farm
Band 5: Architekt des Bösen

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Ein Kommentar zu „„Architekt des Bösen“ von V. S. Gerling

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