„Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast“ von Christelle Dabos & Gewinnspiel

Die Spiegelreisende – Band 2


Klappentext:

Ophelia wurde gerade zur Vize-Erzählerin am Hof von Faruk erkoren und glaubt sich damit endlich sicher. Doch es dauert nicht lange, und sie erhält unheilvolle anonyme Drohbriefe: Wenn sie ihre Hochzeit mit Thorn nicht absagt, wird ihr Übles widerfahren. Und damit scheint sie nicht die Einzige zu sein: Um sie herum verschwinden bedeutende Persönlichkeiten der Himmelsburg. Kurzerhand beauftragt Faruk Ophelia mit der Suche nach den Vermissten. Und so beginnt eine riskante Ermittlung, bei der es Ophelia nicht nur mit manipulierten Sanduhren, sondern auch mit gefährlichen Illusionen und zwielichtigen Gestalten zu tun bekommt. Am Ende steht eine folgenschwere Entscheidung.

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Meinung:

Endlich war es soweit. Endlich durfte ich Ophelia und all die tollen Menschen am Pol weiter begleiten. Es traf dann auch genau das ein, das ich erwartet hatte: Ich bekam Informationen! Diverse neue Details über die Spaltung der Erde wurden preisgegeben, ein bisschen in der Vergangenheit gewühlt und überhaupt – herrlich! Was ich etwas schade fand, dass der Klappentext soweit in die Geschichte greift, denn bis Faruk die junge Leserin überhaupt mit der Suche beauftragt neigt sich das Buch schon ganz schön dem Ende zu. Mich hat das jetzt nicht sonderlich gestört, aber ich vergesse ja auch immer recht schnell was eigentlich drin stand, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es Leser gibt, die da durchaus knatschig werden können. Der Schreibstil war auf jeden Fall wieder sehr einnehmend, leicht, fluffig und schön zu lesen.

Bereits im ersten Band kam ich ins Schwärmen aufgrund der bildhaften Art von Christelle Dabos. Hier hat sie sich nun übertroffen. Vielleicht nicht unbedingt mit ausschweifenden Landschaftsbeschreibungen vom Pol – diese waren dann eher subtil gehalten, aber die Atmosphäre, die sie mit ihren Worten aufbaut, hat mir das eine oder andere Mal eine Gänsehaut über den Rücken gejagt. Den Pol hatte ich sowieso mehr düster und beklemmend in Erinnerung, trotz all des Prunks und obwohl beschrieben wird, dass die Sonne zeitweise nicht wirklich untergeht, hatte ich stets ein eher tristes Grau vor Augen. Ganz im Gegensatz zu den Beschreibungen der Arche Anima und ihrer Bewohner, welche ich mir fröhlich bunt vorstelle – und vielleicht ein kleines bisschen anstrengend.

Eigentlich darf ich das gar nicht laut sagen, aber gegen Ende hin, war es sogar wirklich schwer nicht zumindest ein Tränchen zu verdrücken. Diese ganze Geschichte um Ophelia ist einfach so unglaublich mitreißend. Besonders schlimm empfinde ich jedes Mal diese Bevormundung, die an ihr vorgenommen wird. Sei es Thorn, ihre Familie, der Hof – immer scheint jemand zu meinen, dass er ihr irgendetwas vorschreiben muss. Das hat mich oftmals so unglaublich wütend gemacht, dass ich am liebsten in meinen Schal gebissen hätte. Umso mehr freute ich mich über Ophelias Charakterstärken und ihren (heimlichen) Dickkopf. Außerdem sehr gut gefiel mir, dass es nicht zum Stillstand kam. Die Charaktere wurden weiterentwickelt. Gerade Thorn hat gezeigt, dass er doch nicht so ein unterkühlter Steinbrocken ist, wie er nach außen gibt und auch sonst erlebt der Leser die eine oder andere Überraschung.

Lange habe ich darüber nachgedacht was mich wohl im kommenden Band erwarten könnte und offen gestanden bin ich auch schon wirklich schon verdammt neugierig wie es weiter geht. Doch auf einen richtigen Nenner komme ich nicht. Auf jeden Fall erwarte ich einen Ausflug auf eine weitere Arche, neue Eindrücke, aber hoffe auf alte Gesichter wieder zusehen. Zum Glück lässt dieser nicht mehr ganz so lange auf sich warten. Gespannt bin ich ob wieder so eine schöne Illustration den Anfang macht, denn in Band zwei wird man von einer Karte der Himmelsburg sowie einem kleinen Stammbaum der Pol Bewohner begrüßt. Gerade die Karte fand ich toll, da ich mir so bildlich vorstellen konnte welche Strecken dazwischen lagen. Durch diverse Zeitangaben der Autorin, wie lange man beispielsweise vom Frauentrakt in den Mondscheinpalast mit den Aufzügen benötigt, wird einem das Ausmaß erst richtig bewusst.

Fazit:

Richtig tolle Reihe mit einer schönen Wortwahl sowie toller Aufmachung.


Gewinnspiel*:

Da ich diese Reihe ja schon wirklich sehnsüchtig verfolge, möchte ich euch heute die Möglichkeit bieten den ersten Band „Die Verlobten des Winters“ zu gewinnen. Was ihr dafür tun müsst?
Erzählt mir doch einfach mal, welche Fähigkeiten ihr denn gerne hättet. Würdet ihr wie die Animisten gerne Gegenstände zum Leben erwecken? Oder wie das Gespinst mit der ganzen Familie im Geist verbunden sein? Wäre vielleicht die Erschaffung von Illusionen wie es die Mirage können die optimale Macht? Ich fände ja persönlich die Macht der Nihilisten toll, denn so könnte ich einfach alles um mich herum aushebeln. Ich freue mich schon sehr auf eure Kommentare.

Das Gewinnspiel wird zeitgleich auf Instagram (entsprechend bestehen doppelte Gewinnchancen) stattfinden und läuft bis kommenden Samstag, dem 24.08.2019 um 23:59 Uhr. Die Gewinner werden am Sonntag, dem 25.08.2019 benachrichtigt.


Der Schluss:
Autor: Christelle Dabos
Verlag: Suhrkamp/ Insel
Preis: 18,00 €
Seiten: 613
ISBN: 978-3-458-17826-2
weitere Formate: eBook
Die Reihe:
Band 1: Die Verlobten des Winters
Band 2: Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast
Band 3: Das Gedächtnis von Babel – 18. November 2019
Band 4: ? – Frühling 2020


*Teilnahmebedingung:

  • Teilnahme am Gewinnspiel ist erst ab 18 Jahren, oder mit Erlaubnis der Eltern.
  • Bewerber erklären sich im Gewinnfall bereit, öffentlich genannt zu werden.
  • Ein Anspruch auf Barauszahlung des Gewinns besteht nicht.
  • Keine Haftung für den Postversand.
  • Versand der Gewinne innerhalb Deutschlands und Österreich.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Ausgelost wird per Zufallsprinzip
  • Bitte darauf achten eine Mail Adresse zu hinterlassen oder sich im Gewinnfall innerhalb einer Woche zu melden, denn ansonsten verfällt der Gewinn!
  • Das Gewinnspiel läuft vom 18. August 2019 – 24. August 2019 um 23:59 Uhr
  • Es sind keine Lose zu sammeln, sondern lediglich die Gewinnspielfrage zu beantworten – auf beiden Plattformen.
  • Die Verlosung steht in keiner Verbindung zu WordPress, Instagram oder den Verlagen.
  • Der Gewinner wird am 25.08.2019 per E-Mail benachrichtigt – und gerne auch im Lesemonat August 2019 öffentlich noch einmal bekannt gegeben (nur auf Wunsch bzw. mit entsprechender Freigabe).

2 Kommentare zu „„Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast“ von Christelle Dabos & Gewinnspiel

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