„Paul und der Krieg“ von Dorothee Haentjes-Holländer

Klappentext:

Paul Haentjes, Jahrgang 1927, wird am 15. Februar 1943 zusammen mit seinen Mitschülern aus einer Kölner Oberschule als Luftwaffenhelfer zur Flak – den Flugabwehrkanonen – einberufen. Was für die Jungen wie ein Abenteuer beginnt, entpuppt sich bald als rohe Kriegsrealität, deren Maschinerie die Jungen nun nicht mehr entgehen können und die für viele tödlich oder in Kriegsgefangenschaft endet. Dokumente und Briefe aus dem Nachlass von Paul Haentjes bilden als O-Ton eines Jugendlichen aus den 40er-Jahren die Basis des Buches. Ein Bericht über eine Zeit, deren Zeugen zunehmend rar werden.

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Meinung:

Für dieses Buch fiel es mir einfach nur schwer eine eigene Beschreibung zu verfassen, da es sich mehr um einen Erfahrungsbericht sowie Erläuterungen von diversen Dingen der damaligen Zeit handelte.

Früh wurde der junge Paul als Flak Helfer einberufen und als er gerade mal 17 Jahre jung war, wurde der Krieg beendet und er aus der Kriegsgefangenschaft entlassen. In dieser Zeit hatte er den Krieg hautnah miterlebt, selbst an der Front war er vertreten. An sich hätte ich das Buch recht gut empfunden, was mich jedoch störte waren die massigen Absätze und die eingepflegten Erläuterungen zu diversen Vorkommnissen mitten im Text. Wohl war das interessant, aber für mich einfach anstrengend, da kein richtiger Lesefluss zustande kam. Das Buch wird für Leser ab 12 Jahren empfohlen, für welche dieser Aufbau sicher sehr gut ist, da es in etlichen Etappen gelesen werden kann ohne eine Reizüberflutung zu erzeugen.

Pauls Geschichte und auch die zahlreichen Erklärungen sind in einfachen und kurzen Sätzen erklärt. Für mich als „großer“ Leser war es oftmals fast zu einfach, so dass ich für Paul kein richtiges Gefühl entwickeln konnte. Gerade bei den gedruckten Briefen, fiel es mir schwer, mir in Erinnerung zu rufen, dass Paul noch ein Teenager war. So lasen sich diese Briefe auch: kindlich. Sein Handeln war im Gegensatz sehr erwachsen. Stets war er um seine Eltern besorgt und nach einem Bombenangriff machte er sich auf den Weg um aus seinem Elternhaus einige Erinnerungsstücke zu retten.

Bilder aus dieser Zeit, Pauls Briefe sowie andere Erinnerungsstücke – Urlaubsscheine, Postkarten, Zeugnisse usw, sind ebenfalls in dem Buch zu finden und vermitteln einen schönen Bezug zu der damaligen Zeit, den Erlebnissen von Paul. Aus meiner Sicht ist dieses Buch definitiv für junge Leser zu empfehlen, auch für den schulischen Unterricht ist es meiner Meinung nach eine Bereicherung, da die Geschehnisse auf einfache, aber dennoch lehrreiche Art dargelegt werden.

Fazit:

Für mich leider nicht das gelbe vom Ei, aber gerade für junge Leser sehr lehrreich, informativ und zu empfehlen.

 


Der Schluss:
Autor: Dorothee Haentjes-Holländer
Verlag: arsEdition
Preis: 15,00 €
Seiten: 144
ISBN: 978-3-8458-3030-8
weitere Formate: –

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