„Der Atlas der besonderen Kinder“ von Ransom Riggs

Beschreibung:

Nachdem Jacob wieder mit seinen Eltern nachhause gereist war, stehen plötzlich Miss Peregrine und seine Freunde vor der Tür um ihn zu besuchen. Da die Kinder mit der Gegenwart noch nicht vertraut sind, bekommen sie diese von Jake gezeigt und lernen die neuzeitlichen Sitten. Dennoch liegt das Hauptaugenmerk darin den Arce wieder aufzubauen und die Zeitschleifen weltweit zu erforschen.
Doch dann findet Jacobe heraus, dass sein Großvater nicht allein kämpfte. Darum macht er sich auf die Suche nach seinen ehemaligen Kollegen und möchte auf eigene Faust die besonderen Kinder in Amerika retten, die gerettet werden müssen. Was er dabei nicht bedenkt ist, dass dies verheerende Folgen nach sich ziehen kann, denn die Zeitschleifen sowie die Besonderen in Amerika sind noch gänzlich unerforscht und bei weitem nicht so gut verwaltet wie die europäischen.

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Meinung:

Wer die letzten beiden Bände der Trilogie nicht so gut fand, der sollte erst recht nach dem vierten Band greifen. Wieder geht die Geschichte nahtlos weiter und wir treffen altbekannte Gesichter. Doch dieses Mal wollen sie nicht die Welt retten. Dieses mal entdecken sie eine ganz neue Welt. Ein Road Trip der ganz besonderen Art!

In meinen Augen würde diesen Teil mit dem ersten Band gleich stellen was Spannung und Handlung angeht. Wir lernen viel neues kennen. Die Geschichte dümpelt nicht einfach nur vor sich hin, wie man bei den mittleren Teilen oftmals das Gefühl hatte. Der Funke springt hier ganz klar wieder über. Bezüglich der Zeitschleifen war ich wieder einmal etwas verwirrt, aber das ist ja nichts neues. Da in Amerika sowieso alles anders zu sein scheint, als man es zuvor gewohnt war, passt das aber ganz gut. Wobei ich Hoffnung hege, dass auch für diese Schleifen eine Erklärung im extra Band „Die Legenden der besonderen Kinder“ zu finden ist, den ich bisher noch nicht gelesen habe.

Im Vergleich zu den europäischen Zeitschleifen und Besonderen, wo außer im Arce, die Meisten wohl gesonnen sind, muss man dort stets auf der Hut sein. Zwar ist auch dort die Gefahr vor Hollows und Wights weitestgehend gebannt, doch die Bewohner waren die lange Zeit auf sich selbst gestellt und so sind sie auch. Unberechenbar und gefährlich. Das war den Kindern leider nicht ganz so bewusst, als sie zu ihrer großen Reise quer durch Amerika aufbrachen. Recht schnell passen sie sich in den meisten Situationen an und schaffen es immer wieder ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Sogar gute Taten vollbringen sie.

Eine deutliche Entwicklung ist auf jeden Fall zu spüren. Der Jahrhundert lange Krieg ging nicht spurlos an den Protagonisten vorbei. Sie wurden ganz klar um ein gutes Stück reifer, auch wenn sie ihren jugendlichen Leichtsinn nicht gänzlich ablegen konnte. Bei Jacob ist das sowieso kein Wunder, denn er ist ja noch Teenager. Gerade zum Schluss hin kommt genau dieser Dickkopf bei ihm sehr gut zur Geltung. Bei allen kann man den Drang nach Unabhängigkeit deutlich spüren, denn nach allen den Änderungen, die sie bisher geschaffen haben, wollen sie nun noch mehr verändern. Die Welt zu einem besseren Ort machen – ohne die Bevormundung der Ymbryne.

Das Ende des Buches lässt darauf vermuten, dass es weitere Bände zur  Reihe der besonderen Kinder geben wird. Zwar ist die Geschichte in sich abgeschlossen, aber dennoch kann problemlos daran angeknüpft werden. Es ist deutlich zu spüren, dass auch Rasom Riggs seine Charaktere nicht mehr gehen lassen möchte und weiter auf seine geschaffene Welt aufbauen. Ich für meinen Teil hoffe nur, dass er dieses Niveau auch beibehalten wird. Ansonsten kann ich über „Der Atlas der besonderen Kinder“ nur sagen, dass er sich auf jeden Fall wieder zu lesen lohnt. Zwar ist der Titel im Verhältnis zur Story nicht gerade schlüssig, aber das ist wohl das kleinste Übel.

Riggs schafft es hier wieder den Leser von der ersten bis zu letzten Seite mit zunehmen. Ohne unnötige Längen, mit abenteuerlichen Erzählungen und neuen Geheimnissen, die es für den Leser zu lüften gilt. Auch wenn ich einer weiteren Fortsetzung etwas kritisch entgegen sehe, so bin ich dennoch gespannt was noch folgen wird, denn ich habe die Charaktere wirklich sehr ins Herz geschlossen sowie die Welt der Besonderen.

Fazit:

Definitiv wieder sehr lesenswert. Wer sich für „Die Insel der besonderen Kinder“ begeistern konnte, der greift hier auf jeden Fall zum richtigen Buch!


Der Schluss:
Autor: Ransom Riggs
Verlag: Knaur
Preis: 18,00 €
Seiten: 512
ISBN: 978-3-426-22657-5
weitere Formate: eBook

Reihe:

Band 1: Die Insel der besonderen Kinder (Rezension verlinkt)
Band 2: Die Stadt der besonderen Kinder (Rezension verlinkt)
Band 3: Die Bibliothek der besonderen Kinder (Rezension verlinkt)
Band 4: Der Atlas der besonderen Kinder

Zusatzbuch: Die Legenden der besonderen Kinder

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