Das Buchgeschenk.

Morgen Kinder wird’s was geben….
…und immer wieder steht Weihnachten ganz plötzlich vor der Tür!

Interessant finde ich immer wieder, dass man dann auf einmal von Menschen Aufmerksamkeiten oder Geschenke bekommt, die man vielleicht sogar noch nie im Leben gesehen hat, sowie von Lieferanten, Kunden und – ach, ihr wisst was ich meine.

So erreichte auch mich wieder die eine oder andere Kleinigkeit.
Unter anderem ein Buchgeschenk!

Ich nutze hier bewusst die Endung „Geschenk“, denn in meinen Augen ist so etwas keine Kleinigkeit. Obwohl ich zu meiner Schande gestehen muss, dass ich mich mit den Worten bedankt habe: „Vielen dank für diese liebe Aufmerksamkeit.“ *Asche über mein Haupt* Doch ich habe darüber nachgedacht und bin zu dem Resultat gekommen, dass ich das Wort „Geschenk“ auch mit etwas persönlichem verbinde, was auch der Grund war, warum ich es einfach nicht sagen konnte. Ein Teufelskreis ist das! Hier sei erwähnt, dass ich schon seit Jahren für diese Person tätig bin, sie aber noch nie gesehen habe. (Vermutlich auch besser so, denn sie bekäme sicher einen Schock, aber das ist ein anderes Thema.)

Warum ich ein Buch als Geschenk sehe?
Nehmen wir mal die üblichen Dinge als Beispiel. So kauft der Beschenker oftmals diverse Süßwaren, die es in Hülle und Fülle zu erwerben gibt. Alternativ wird auch zu diversen Spirituosen gegriffen. Meist werden diese Dinge dann auch in größerer Menge abgenommen. Der Unternehmer beschenkt die Kunden und Lieferanten. Der Normalbürger die Arzthelfer*in, Postangestellte und wie sie nicht alle heißen. Damit möchte ich nicht sagen, dass diese Geste schlecht ist oder sie irgendwie ins negative ziehen, definitiv nicht. Man macht Menschen eine Freude mit dieser Aufmerksamkeit. Ein schönes Beispiel sind auch Kalender, die gerade zu Weihnachten häufig verschenkt werden – man muss ja gut vorbereitet ins neue Jahr starten, am besten stets mit der Telefonnummer seines Lieblingslieferanten vor Augen.
(Um dem Ganzen mal den negativen Unterton zu nehmen: Wir nutzen als Reisetagebuch ebenfalls ein Werbegeschenk. Das gab es zwar zu einem anderen Zeitpunkt, aber es ist einfach genial. Also nein, ich meine das wirklich nicht negativ.)

Nun hab ich ja ausführlich erörtert, was in meinen Augen eine Aufmerksamkeit oder Kleinigkeit ist. Doch warum ich das Buchgeschenk als solches betitel, hab ich immer noch nicht erzählt. Immer dieses Abschweifen.

Das Buch ist in meinen Augen etwas persönliches. Ich käme im Leben nicht auf die Idee einer mir absolut wildfremden Person, oder flüchtig bekannten Person, ein Buch zu schenken. Den Buchliebhabern muss ich das sicher nicht erklären. Selbst bei Freunden bin ich da sehr vorsichtig, außer ich weiß genau was sie wollen könnten.

So schenkte ich einer Freundin unlängst die letzten beiden Bände der „All for You“ Reihe. Nachdem ich ihr meinen ersten Band vererbt hatte und sie diesen inhaliert hat, war das wohl die beste Wahl. Gleichermaßen hat diese Person aber auch „Das Reich der sieben Höfe“ inhaliert, was ich aus ihren Erzählungen vielleicht eher weniger erwartet hätte. Bei ihrem Freund, der sogar noch mehr liest als sie, wäre ich gänzlich ratlos. Ich hätte nicht einmal erwartet, dass er liest. Soll es ja heutzutage auch geben.

Darum empfinde ich es eher als Geschenk, wenn mir jemand ein Buch schenk. Die Person ging dafür in den Laden, setzte sich mit dem dortigen Angebot auseinander und wägt für sich und die beschenkte Person ab, was dieser gefallen könnte. In meinen Augen steckt da richtig Arbeit und guter Wille dahinter, weswegen man diese Geste nicht einfach abtun sollte.

Okay, ich gebe zu, der Person gegenüber hab ich sie quasi abgetan, aber sie hat mir ja eh schon erzählt, dass ein Klavier in dem Päckchen ist. Also kann ich es genauso gut abtun. Aber mal im Ernst, es war von meiner Seite nicht böse gemeint, dass ich das Wort „Aufmerksamkeit“ benutzte. Mehr die Tatsache, dass diese Person und ich eben nicht auf persönlicher Ebene miteinander agieren. Gerade darum freue ich mich umso mehr über das Buchgeschenk!

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Vielleicht erzähle ich euch ja im neuen Jahr was sich in dieser schmucken Verpackung versteckt hat….. jetzt heißt es aber noch ein Mal schlafen, dann wird’s was geben!

Eine schönes Fest und erholsame Feiertage, denn ich verabschiede mich jetzt endgültig in den Weihnachtsurlaub. Am zweiten Weihnachtsfeiertag werden wir uns in die Schweiz absetzten und dort hoffentlich auch etwas Schnee finden. Zwar hatte ich überlegt das Netbook mit zunehmen, aber….nö! Mindestens eine Rezension bekommt ihr noch im alten Jahr und das muss reichen.

Jetzt aber ernsthaft:
Cheerio, macht’s gut und bleibt gesund! 

PS: Solltet ihr noch kein Geschenk haben, dann hätte ich einen Geheimtipp….schenkt euren Liebsten eine große Portion „Zeit“, denn diese könnt ihr nie wieder aufholen, nirgendwo kaufen, reparieren lassen oder sonst was; wenn sie weg ist, dann ist sie weg. Das Leben ist endlich.

 

 

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