„Freak City – Hexenkessel“ von Martin Krist

Beschreibung:

Während Patsy nur ein neues Leben mit ihrer Tochter Christie vor Augen hat, denkt ihr Freund Milo nur an das große Geld. Doch genau das verbindet die Beiden inniger als gedacht. Bei ihrem letzten großen Bruch, vor ihrem neuen Leben, geht aber so ziemlich alles schief, was schief gehen kann, denn blöderweise laufen sie just in diesem Moment einem seit Wochen gesuchten Mörder über den Weg.
Auf der anderen Seite von New York versucht der Ermittler wider Willen, Pearl, eine verloren gegangene Broadway Darstellerin wieder zu finden. Dies führt ihn zu einer noch größeren Wahrheit als er zuvor erwartet hätte.

freakcity_hexenkessel

Meinung:

Mit den Sätzen „Noch härter. Noch abgründiger.“ hatte mich der Klappentext. Leider suche ich danach noch. Wohl erscheint die Atmosphäre im Buch sehr düster, aber in meinen Augen war es das auch schon. Leider war ein Teil der Story nichts neues für mich, da ich in diesem Jahr bereits einen ähnlichen Buchsnack vernascht habe. Wohl war dieser etwas gemütlicher gestaltet, aber die Idee dahinter ähnlich.

Die Songtexte, welche zwischendurch geschrieben wurden, empfand ich eher als lästig. Das mag dem einen oder anderen wohl ein besonderes Gefühl für das Geschehen geben, aber da mein Englisch eher zweitklassig ist und ich Lieder lieber höre, war das so gar nichts für mich. An dem Schreibstil als solches habe ich aber nichts auszusetzen. Einfach zu lesen ohne groß Geschnörkel.

Patsy fand ich persönlich einfach nur nervig. Auf der einen Seite will sie zu den Guten gehören, alles für ihre Tochter tun, und auf der anderen Seite verhält sie sich wie ein spät pubertierender Teenager. Die Person lief mir so gar nicht rein. Mit Pearl hingegen konnte ich mehr anfangen. Jedoch fand ich die Beschreibung zu Anfang etwas irritierend: „Er ist unverkennbar ein Halbblut“. Darunter kann man viel verstehen. Im Laufe der Geschichte wird jedoch klar was es damit auf sich hat. Er ist der typische Haudrauf-Typ, der eigentlich zu den Guten gehören will.

Am Anfang tat ich mich etwas schwer den Faden zu finden, da die Perspektive recht oft zwischen Patsy und Pearl wechselte. Nicht dass es mich verwirrte. Es war eher, dass ich zu den Charakteren keinen Bezug aufbauen konnte, oder nur schwer. Im Mittelteil kam für mich langsam eine Struktur rein. Das Ende gefiel mir am besten, da die Erzählstränge geschickt zusammen geführt wurden. Besonders das Gespräch am Ende, welches Pearl dann ein Licht auf gehen lies, fand ich sehr gelungen.

Vermutlich klingen die ersten beiden Absätze negativer als sie eigentlich sollen, aber naja, das Buch hat mich jetzt nicht unbedingt vom Hocker gerissen und die Geschichte war für mich nicht gänzlich etwas Neues. Den Hype um das Buch kann ich auf jeden Fall nicht nachvollziehen.  Was mir jedoch besonders gefiel, waren die politischen Verstrickungen, die sich hier auftaten. Dies wäre für mich jetzt ein Grund die Reihe auf jeden Fall noch im Auge zu behalten, denn auch wenn jedes Buch in sich abgeschlossen sein wird, so hoffe ich, dass Pearl ein Bestandteil dieser Reihe bleiben und auch weiter an die abschließende Thematik angelehnt wird.

Fazit:

Ein knackiger Thriller, der mich zwischendurch ganz gut unterhalten hat.


Der Schluss:
Autor: Martin Krist
Verlag: epubli
Preis: 9,99 €
Seiten: 224
ISBN: 9783746779751
weitere Formate: eBook

Ein Kommentar zu „„Freak City – Hexenkessel“ von Martin Krist

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