„The Girl – ein tödlicher Sommer“ von Anna Yorck

Beschreibung:

Sommer 1983 in Columbia: Die sechzehnjährigen Freundinnen Macy und Shailene wollen die Ferien mit Parties, Alkohol und allem was sonst noch Spaß macht verbringen. Währenddessen verschwindet eine junge Studentin. Die Mädchen beteiligen sich an der Suche, bis plötzlich die Mutter von Macy ebenfalls verschwindet. Ob der Kentucky Highway Killer ebenfalls dahinter steckt ist unklar, denn eigentlich passt sie so gar nicht in das Muster. Doch die Freundinnen geben nicht auf und verbeißen sich in die Suche. Nach einer durchzechten Nacht, in der Macy ihren Schwarm Dave von nebenan endlich näher kommt, findet sie plötzlich eine Leiche im Congaree. Die Situation spitzt sich immer mehr zu und scheint aussichtsloser als je zuvor. 

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Meinung:

Als ich das Buch begann, wollte ich eigentlich nur kurz mal die Nase reinstecken. Tja, dann waren auch schon die ersten paar Kapitel weg gelesen. Obwohl mein Urlaub dann auch quasi schon vorbei war, hatte ich das Buch binnen von drei oder vier Tagen weg geatmet. Mehr brauch ich dazu ja eigentlich nicht schreiben, oder?

Na, gut. Ein paar Zeilen.
Zuerst  zu den Protagonisten. Ganz ehrlich? Sie waren eigentlich gar nicht wirklich sympathisch. Alle samt etwas verschoben. Shailene hat was mit einem Sekten-Priester, Macy himmelt den Nachbar an und Kevin. Naja, er ist Kevin. Macys Eltern sind einfach nur kaputt. Die Mutter wünscht sich den ehemaligen Reichtum zurück und der Vater macht eben sein Ding, wodurch die Ehe ziemlich an ihrem Ende steht. Irgendwie hat es alles aber auch genau so zur Geschichte gepasst, denn Anna Yorck hat eine Atmosphäre gezaubert, die war einfach bombastisch. Ich konnte die Moskitos summen hören und die Hitze förmlich spüren. Mir fehlen buchstäblich die Worte dafür. Trotz der Umstände, ging eine gewisse Ruhe von allem aus.

Richtig klasse war der kleine Bruder von Macy, Ian. Er hatte einen imaginären Freund: Den Indianer Towa-Hook. Dieser gab Ian immer wieder Ratschläge, wie die Mutter zu finden ist. Obwohl die Geschichte eigentlich so gar nichts mit Übernatürlichem am Hut hat, hat die Autorin diesen auf eine interessante Art mit eingebaut, denn schließlich lebten dort lange Indianer, bis sie von der Pockenepidemie heim gesucht wurden.

Die Kapitel sind in Tage unterteilt. Erst beginnen wir in der Zukunft, dann springen wir ein paar Wochen zurück. Außerdem gibt es dann noch Kapitel aus dem Jahr 1982, die aus der Sicht des Mörders spielen. Zu Anfang musste ich gelegentlich schauen, wann jetzt dieser bestimmte erste Tag war und wo ich mich nun befinde, aber dann kam schnell eine gewisse Routine rein. Auch wenn mir klar ist, dass ich nie Karriere machen werde als Ermittler, so bleibt mir doch die Tatsache, dass ich wiedereinmal sehr früh wusste, wer hier der Verantwortliche ist. Doch der Weg ist das Ziel und diesen zu gehen bereitete mir eine Menge Freude. Vor allem die Gestaltung der zeitlichen Rückblicke, denn wie sich später raus stellt, sind auch diese nicht so ganz ohne. Ein überzeugendes Katz und Maus Spiel mit einer Prise Lügen, Intrigen und ganz viel Verwirrspiel.

Fazit:

Ein sehr gelungener Krimi mit interessanten Charakteren, ein wenig mystischer Atmosphäre und ganz viel Intrigen.

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