„Nur wenn ich fliehe“ von Terri Blackstock

Beschreibung:

Casey ist eine freundliche und friedliebende junge Frau. Doch plötzlich ist sie auf der Flucht vor dem Gesetz. Ihr bester Freund Brent wurde ermordet und sie steht unter Verdacht. Von heute auf morgen gibt sie ihr Leben auf, reist quer durch die USA. Die Polizei setzt den privaten Ermittler Dylan auf sie an um die schmutzige Wahrheit zu vertuschen. Auf ihrer Flucht trifft Casey die gute Miss Lucy, die selbst ein schwerwiegendes Problem im Schlepptau hat. Während sie versucht ihr bei diesem Problem zu helfen wird sie nachlässig und droht selbst ins Schussfeld zu geraten.

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Meinung:

Ein fesselnder Spannungsroman der unter die Haut geht!

Zu Anfang tun sich dem Leser etliche Fragen auf, denn man fragt sich: Warum ruft sie denn nicht einfach die Polizei? Wo ist denn bitte das Problem? Doch je länger man liest, desto klarer wird, dass sie damit ihr eigenes Leben auf’s Spiel setzten würde, denn die Vergangenheit ist ihr auf den Fersen.

Obwohl Casey auf der Flucht ist, behält sie meist einen sehr klaren Kopf. Es ist vor allem bewundernswert an was sie alles denkt! Außerdem, und das gefiel mir richtig gut, bleibt sie sich selbst treu. Trotz des Verlaufs der Geschichte kommt keine Hektik auf, aber dennoch bleibt die Spannung erhalten. Viele Kontroversen die wunderbar mit einander verknüpft sind, mit einem grandiosen Showdown am Ende.

Erzählt wird aus den Perspektiven von Casey und Dylan. Bei vielen Büchern kann dies zu einem Problem werden, da man immer wieder umdenken muss. Doch nicht hier. Da man als Leser erst einen Großteil von Casey erfährt, bekommt man ein Gefühl für sie, wodurch man in einen angenehmen Lesefluss gerät. Der flüssige und schnörkellose Schreibstil tut sein Übriges.

Zwischendurch könnte man den Eindruck gewinnen, dass Casey so ein bisschen Richtung Gutmensch geht, aber es ist nun mal einfach ihre Art. Sie ist ruhig und vor allem hilfsbereit. Ihr Gerechtigkeitssinn bringt sie letzten Endes dazu sich selbst in Gefahr zu bringen. Auf der anderen Seite öffnet es ihr jedoch Türen und bringt Verbündete.

Auch mit Dylan hat die Autorin einen sehr schönen Charakter gezeichnet. Auch sein Sinn für Gerechtigkeit ist sehr ausgeprägt, denn obwohl er einfach nur Casey schnappen soll, setzt er es sich zum Ziel die Wahrheit zu erfahren. Er vertraut nicht einfach blindlings auf die Aussage der Polizei, sondern macht sich die Mühe und setzt sich selbst mit dem Fall auseinander.

An dieser Stelle sei auch noch erwähnt, dass der Roman christlich angehaucht ist. Casey ist zu Anfang gar nicht gläubig und stellt den Glauben auch recht oft in Frage. In Miss Lucy hat sie hierfür eine interessante Gesprächspartnerin gefunden. Mir, als ebenfalls nicht Gläubige, haben diese Dialoge ausgesprochen gut gefallen und ich bin gespannt wie es weiter gehen wird, vor allem wenn sich Casey und Dylan – dem der Glaube sehr viel Halt gibt – eines Tages gegenüberstehen werden.

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In der Leserunde fragte der Verlag nach drei Dingen, die wir auf einer Flucht mitnehmen würden. Gar nicht so einfach. :-) Bei mir dürfen auf jeden Fall mit: Ein Kaffeebecher, die Sonnenbrille mit Stärke und das Notizbuch! 

Fazit:

Ein absolut gelungener Spannungsroman, der genügend Fragen für eine Fortsetzung offen lässt, aber mich dennoch mit gutem Gewissen zurücklässt. Ich bin schon sehr gespannt wie der zweite Band wird.
♥♥♥♥

2 Kommentare zu „„Nur wenn ich fliehe“ von Terri Blackstock

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